EINLEITUNG
COST – die Europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der wissenschaftlichen und technischen Forschung – ist ein zwischenstaatlicher europäischer Rahmen für internationale Zusammenarbeit zwischen national finanzierten Forschungsprojekten. COST wurde 1971 ins Leben gerufen und ist somit das älteste europäische Forschungsnetz. Gegenwärtig gehören dem Netz 35 Mitgliedsländer und ein kooperierender Staat an:
Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern sowie Israel als kooperierender Staat.
COST dient nicht der Forschungsfinanzierung selbst, sondern bringt Forscherteams aus verschiedenen Ländern zusammen, die an bestimmten Themen arbeiten, und unterstützt Vernetzung, Konferenzen, kurzfristigen Austausch von Wissenschaftlern und Veröffentlichungen. Die Koordinierungstätigkeiten werden vom Forschungsrahmenprogramm der EU unterstützt.
Eines der Hauptmerkmale von COST ist Flexibilität: Es gibt keine vorbestimmten Bereiche der Zusammenarbeit, sondern die Wissenschaftler selbst unterbreiten Vorschläge für COST-Aktionen (Bottom-up-Prinzip). Es ist lediglich eine Beteiligung von fünf Mitgliedsländern erforderlich, auch wenn an einigen Aktionen Forscherteams aus drei- bis fünfmal so vielen Ländern teilnehmen ("A‑la-carte"-Prinzip).
COST spielt weiterhin eine entscheidende Rolle beim Ausbau der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit in Europa und ist eine wichtige Säule im Europäischen Forschungsraum.