Auf dem Weg zu einer ökoeffizienten Wirtschaft


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Umweltbelange sollten in die Überlegungen über die Lissabon-Agenda für die Zeit nach 2010 mit einfließen. So lautet die wichtigste Botschaft der Schlussfolgerungen, die der Rat am 21. Oktober angenommen hat und in denen die EU aufgefordert wird, die Gelegenheit zu ergreifen, um nachhaltige Entwicklung einerseits und ökoeffiziente Wirtschaft andererseits miteinander zu verbinden.

Die Umweltminister betonten, dass die derzeitige Krise als Chance für den Übergang zu einer ökoeffizienten Wirtschaft gesehen werden sollte, d.h. zu einer sicheren, nachhaltigen und ressourceneffizienten Wirtschaft mit niedrigem CO2-Ausstoß. Dazu gehört eine umweltfreundliche Produktion, die auf einem nachhaltigeren Lebensstil beruht. Auf diese Weise lässt sich eine Steigerung der Lebensqualität aller Bürger mit einer gleichzeitigen Senkung des Energie- und Ressourcenverbrauchs und einer größtmöglichen Verringerung negativer Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt, insbesondere auf die Ökosysteme und das Klima, verbinden.

Der Übergang zu einer ökoeffizienten Wirtschaft eröffnet neue Geschäftschancen und könnte die Wettbewerbsfähigkeit der EU steigern und Beschäftigungsimpulse geben. In Bereichen wie Bau- und Wohnungswesen, Verkehr, erneuerbare Energien und Recycling sollten die Mitgliedstaaten beschäftigungs- und bildungspolitische Maßnahmen optimal einsetzen, um derzeit fehlende Qualifikationen zu vermitteln und die Schaffung neuer umweltorientierter Arbeitsplätze zu fördern.

Zugleich sollten Anstöße für ein umweltorientiertes öffentliches Beschaffungswesen gegeben werden, um den künftigen Markt für ökologische Produkte, Dienstleistungen und Technologien anzukurbeln. Eine faire Preisgestaltung sollte die Umweltkosten eines Produkts berücksichtigen.

Die Minister betonten, dass die EU den Herausforderungen, die sich mit dem Klimawandel und der Wirtschaftskrise stellen, begegnen und sie als eine Chance für mehr Wachstum und verstärkte Innovation und für eine ökologische Wirtschaft begreifen muss.

Weitere Informationen:

Schlussfolgerungen des Rates (pdf)

Webcast der Pressekonferenz des Rates




22.10.2009