Lebensmittel: effiziente Versorgung, faire Preise
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In den vergangenen Jahren waren die Lebensmittelpreise in Europa starken Schwankungen ausgesetzt. Dies ging nicht nur zu Lasten der landwirtschaftlichen Erzeuger, sondern es stellte sich auch die Frage, ob die Verbraucher angemessene Preise zahlen. Am 18. Januar haben die Landwirtschaftsminister der EU darüber beraten, wie die Lebensmittelversorgungskette verbessert werden kann, um zu verhindern, dass die Verbraucherpreise eskalieren, sobald der Wirtschaftsaufschwung einsetzt.
Dabei konzentrierten sich die Minister auf die drei folgenden Prioritäten:
• Förderung nachhaltiger und marktbasierter Beziehungen zwischen den einzelnen Gliedern der Lebensmittelversorgungskette,
• Erhöhung der Transparenz der gesamten Versorgungskette, um den Wettbewerb zu fördern und den Sektor besser gegen Preisschwankungen zu wappnen, und
• Förderung der Integration und der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Lebensmittelversorgungskette in allen Mitgliedstaaten.
2007 sind die Preise für landwirtschaftliche Rohstoffe stark gestiegen; 2008 erreichten sie ein Rekordniveau. Dies trieb die Verbraucherpreise und die Inflation insgesamt in die Höhe. Doch obgleich die Preise für landwirtschaftliche Rohstoffe im zweiten Quartal 2008 allmählich zurückgingen, stiegen die Verbraucherpreise weiter an. Erst im Mai 2009 setzte ein Rückgang ein. Diese Verzögerung hat die Sorge aufkommen lassen, dass die Lebensmittelkette nicht mehr richtig funktioniert.
Die Lebensmittelkette umfasst drei wichtige Sektoren: Landwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung und Einzelhandel. Ihre Leistungsfähigkeit ist für die Bürger unmittelbar von Belang, denn auf Lebensmittel entfallen 16% der Ausgaben der europäischen Privathaushalte.
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