Ein besseres und sichereres Internet für Kinder
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27.11.2012
Auf seiner Tagung vom 26. November 2012 hat der Rat Schlussfolgerungen über eine Europäische Strategie für ein besseres Internet für Kinder angenommen, in denen die Qualität der Inhalte und Sensibilisierungsmaßnahmen im Mittelpunkt stehen.
In der Strategie, die von der Kommission vorgeschlagen und vom Rat im Mai 2012 angenommen wurde, werden eine Reihe von Maßnahmen skizziert, die die Kommission, die Mitgliedstaaten und die Industrie insbesondere in folgenden vier Bereichen treffen sollen:
- Förderung hochwertiger Online-Inhalte für Kinder und Jugendliche;
- verstärkte Sensibilisierung und Befähigung von Kindern, ihren Eltern und Lehrern;
- Schaffung eines sicheren Online-Umfelds für Kinder, insbesondere durch die Aufforderung zu altersgerechten Datenschutzeinstellungen und einer stärkeren Nutzung von Elternanwendungen;
- Bekämpfung von Online-Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern, insbesondere durch die Zusammenarbeit zwischen der Industrie, den Strafverfolgungsbehörden und Hotlines.
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Die politischen Entscheidungsträger und die Industrie sind mit derselben Frage konfrontiert: Wie können Kinder die Vorteile des Internets genießen, ohne dass jedoch ihre Neugierde dazu führt, dass sie Schaden nehmen? Während in manchen Bereichen relativ leicht festzustellen ist, wer eine größere Rolle zu spielen hat (Regierungen/Behörden bei der Aufklärung, Industrie bei der Schaffung hochwertiger Internet-Inhalte), gibt es in anderen Bereichen Grauzonen wie bei den standardmäßigen Datenschutzeinstellungen und den Kontrollsystemen für Eltern.
In den Schlussfolgerungen werden die Mitgliedstaaten, die Kommission und die Industrie aufgefordert, innovative, mehrsprachige und attraktive Inhalte für Kinder und Jugendliche herzustellen und Kindern, Eltern und Lehrern die erforderlichen digitalen Kompetenzen zu vermitteln, damit junge Menschen sich sicher und verantwortungsvoll im Internet bewegen können.
Diese Schlussfolgerungen ergänzen die Ende 2011 angenommenen Schlussfolgerungen zum Schutz der Kinder in der digitalen Welt, die sich in erster Linie mit einem sicheren Online-Umfeld und der Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern befasst haben.
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