Strengere Regulierung von Hedgefonds
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Die Risiken, die von Verwaltern alternativer Investmentfonds wie Hedgefonds oder Private-Equity-Fonds für die Anleger und die Stabilität des gesamten Finanzsystems ausgehen, sollen strenger überwacht und beaufsichtigt werden.Die Finanzminister haben auf der Tagung des Rates (Wirtschaft und Finanzen) vom 19. Oktober Einigung über die Einführung harmonisierter EU-Vorschriften in diesem Bereich erzielt.Mit der neuen Richtlinie würden die Verwalter zudem die Möglichkeit erhalten, im gesamten europäischen Binnenmarkt – unter Einhaltung strikter Anforderungen – Dienstleistungen zu erbringen und Fonds zu vermarkten.
"Wir haben eine solide Einigung im Rat erreicht und Einstimmigkeit über die verschiedenen Elemente zur Organisation des Schutzes der Verbraucher und zum Schutz ihrer Anlagen erzielt", so Didier Reynders, der belgische Finanzminister und Präsident des Rates (Wirtschaft und Finanzen).
Die Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFM) sind für einen erheblichen Teil des Anlagevolumens in Europa verantwortlich und können die Märkte und Unternehmen, in die sie investieren, wesentlich beeinflussen.Auch wenn die Märkte, auf denen AIFM operieren, zumeist von deren Tätigkeit profitieren, haben die jüngsten Schwierigkeiten auf den Finanzmärkten doch gezeigt, wie diese Geschäfte auch dazu beitragen können, Risiken über das gesamte Finanzsystem zu verbreiten.
Die neuen Vorschriften legen gemeinsame Anforderungen in verschiedenen Bereichen fest, etwa für Hebeleffekte (Einsatz von Fremdkapital zur Finanzierung von Investitionen), interne Führungsstrukturen und Transparenz.Die AIFM müssen regelmäßig Daten über Leistung und Risikomanagement vorlegen und eine klare Beschreibung ihrer Anlagepolitik bereitstellen.
Die Annahme dieses Vorschlags setzt eine Einigung mit dem Europäischen Parlament voraus.
Weitere Informationen:
Pressemitteilung
Webcast der Pressekonferenz