Der Donauraum nimmt Kurs auf das 21. Jahrhundert


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Der Rat (Allgemeine Angelegenheiten) hat am 13. April die Strategie für den Donauraum gebilligt, deren Ziel es ist, das wirtschaftliche Potenzial einer Region mit dem am stärksten international geprägten Flusseinzugsgebiet der Welt weiterzuentwickeln und die dortigen Umweltbedingungen zu verbessern.

"Damit hat der ungarische Vorsitz eine seiner Prioritäten verwirklicht", erklärte der ungarische Außenminister und Präsident des Rates (Allgemeine Angelegenheiten) János Martonyi. Er fügte hinzu: "Die Beratungen heute Vormittag haben gezeigt, dass alle Mitgliedstaaten ohne Ausnahme an dieser Strategie und an ihrer erfolgreichen Umsetzung interessiert sind. Und zwar nicht nur die Länder, die direkt daran beteiligt sind, sondern auch jene, denen bewusst ist, dass es hierbei um ein gesamteuropäisches Interesse geht."

Die Strategie umfasst einen ausführlichen Aktionsplan mit vier Themenschwerpunkten:

1. Anbindung des Donauraums
2. Umweltschutz im Donauraum
3. Aufbau von Wohlstand im Donauraum
4. Stärkung des Donauraums (etwa durch Auf- und Ausbau von Institutionen und Zusammenarbeit zur Erhöhung der Sicherheit und zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität).

Zusätzlich zu den acht teilnehmenden Mitgliedstaaten Deutschland, Österreich, Slowakei, Tschechische Republik, Ungarn, Slowenien, Rumänien und Bulgarien sind die vier westlichen Balkanländer sowie die Ukraine und Moldau in die Strategie einbezogen, die auch für weitere Partner in der Region offen bleibt.

Nach der Strategie für den Ostseeraum ist dies die zweite makroregionale Strategie der EU.

"Viele andere Länder wollen diesem Modell für die Erstellung makroregionaler Entwicklungs­strategien folgen", so Außenminister Martonyi.

Die neue Strategie wird ab sofort umgesetzt.

Weitere Informationen:
Pressemitteilung
Webcast der Pressekonferenz




15.04.2011