Solidarität mit Haiti
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© Europäische Union ECHO/Vicente Raimundo
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Die erste Ratstagung unter dem Vorsitz der Hohen Vertreterin der Europäischen Union, Catherine Ashton, hat am 18. Januar stattgefunden. Die Minister für Entwicklungshilfe waren zu einem Sondertreffen einberufen worden, um nach dem jüngsten verheerenden Erdbeben in Haiti die humanitäre Hilfe der EU für das Land zu koordinieren.
Zunächst hatte für die EU die Lieferung von Ausrüstung zur Räumung der Trümmer sowie die Entsendung von Such- und Rettungsteams Vorrang. Mit Blick auf die möglichen Folgen der Katastrophe geht es jetzt in erster Linie darum, medizinische Nothilfe, Wasser und Lebensmittel, ärztliche Versorgung sowie Notunterkünfte bereitzustellen und die Kommunikation wiederherzustellen.
Der Rat hat Schlussfolgerungen angenommen, in denen er betont, dass vor Ort für die nötige Sicherheit gesorgt werden muss, damit Hilfslieferungen und Nothilfe ungefährdet und ungehindert in das Katastrophengebiet gebracht werden können. Auch müssten die haitianischen Institutionen gestärkt werden, damit sie ihre grundlegenden Führungsaufgaben wahrnehmen könnten.
Der Rat hat begrüßt, dass die Europäische Kommission humanitäre Hilfe mit einem Gesamtvolumen von 30 Millionen Euro bereitstellen will und die Mitgliedstaaten weitere 92 Millionen Euro zugesagt haben. Längerfristig will die EU einen zusätzlichen finanziellen Beitrag in Höhe von mindestens 200 Millionen Euro leisten. Der Rat wird die Lage in Haiti weiterhin verfolgen, seine Hilfsbemühungen fortsetzen und sie gegebenenfalls mit seinen internationalen Partnern – vor allem den Vereinten Nationen und den USA – abstimmen.
Weitere Informationen:
Schlussfolgerungen des Rates
Erklärung von Herman Van Rompuy
Webcast der Pressekonferenz des Rates