Antrag Serbiens wird geprüft


Belgrad
© Europäische Union

Der Rat (Allgemeine Angelegenheiten) hat die Kommission am 25. Oktober ersucht, ihre Stellungnahme zum Antrag Serbiens auf Beitritt zur Europäischen Union vorzulegen.Aller­dings wird der Weg des Landes in die EU auch weiterhin davon abhängen, ob es unein­geschränkt mit dem Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (IStGHJ) zusammenarbeitet.

Die Minister bekräftigten, dass die Zukunft der westlichen Balkanstaaten in der EU liegt, forderten zugleich aber einen konstruktiven Ansatz für die regionale Zusammenarbeit sowie Fortschritte beim Dialog zwischen Serbien und dem Kosovo.Bei diesem Dialog wollen die EU und ihre Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik vermitteln.

Der Rat wird die Zusammenarbeit Serbiens mit dem IStGHJ auch weiterhin aufmerksam verfolgen. Die Minister forderten Serbien auf, den Empfehlungen, die die Anklagebehörde des IStGHJ vorgelegt hat, nachzukommen.

Wie schnell sich ein Land dem EU‑Beitritt nähert, hängt von seinen konkreten Anstrengungen ab, eine Reihe von Anforderungen zu erfüllen, die als "Kopenhagener Kriterien" bekannt sind.Dazu zählen beispielsweise stabile demokratische Institutionen und eine funktionierende Marktwirtschaft.

Serbien hat seinen Antrag auf EU‑Mitgliedschaft im Dezember 2009 gestellt.Der Beschluss, ent­sprechende Verhandlungen aufzunehmen, muss von den Staats- und Regierungschefs der EU gefasst werden.

Weitere Informationen:
Pressemitteilung
Webcast der Pressekonferenz



27.10.2010