Roaming-Tarife weiter verbilligt
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29.03.2012
Ab Juli 2012 wird die Nutzung von Mobilfunkdiensten bei Reisen innerhalb der EU weniger kosten. Und ab Juli 2014 können die Nutzer einen Anbieter von Roamingdiensten unabhängig von ihrem Vertrag mit einem inländischen Mobilfunkbetreiber frei wählen und dabei ihre Telefonnummer behalten.
Der Rat, der vom dänischen Vorsitz vertreten wurde, und das Europäische Parlament haben sich am 28. März auf eine neue Roaming-Verordnung geeinigt, mit der eine Preisobergrenze für Anrufe, die Übermittlung von SMS und das Herunterladen von Daten festgesetzt und für mehr Wettbewerb gesorgt wird, indem alternativen Betreibern, die Roamingdienste anbieten möchten, der Zugang zum Vorleistungsmarkt erleichtert wird.
Ab Juli 2012 werden Anrufe aus dem EU-Ausland höchstens 29 Cent pro Minute, ab Juli 2013 dann 24 Cent und ab Juli 2014 schließlich 19 Cent kosten. Auch die Kosten für die Übermittlung von SMS und das Herunterladen von Daten werden schrittweise gesenkt, und zwar auf 6 Cent pro SMS und 20 Cent pro Megabyte ab Juli 2014.
Darüber hinaus wird mit der Verordnung das Ziel verfolgt, mehr Preistransparenz herzustellen und Kunden, die Roamingdienste in Anspruch nehmen, besser über die Tarife zu informieren.
Bevor der Text in Kraft treten kann, muss er vom Europäischen Parlament und anschließend vom Rat noch förmlich angenommen werden; dies dürfte spätestens Ende Juni der Fall sein.
Weitere Informationen:
Pressemitteilung (mit einer Übersicht über die Preisobergrenzen für Roamingdienste)