Sensibilisierung der Öffentlichkeit für den Katastrophenfall
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Naturkatastrophen und vom Menschen verursachte Katastrophen treten in den letzten Jahren immer häufiger und überdies mit zunehmender Heftigkeit auf. Um ihre Folgen zu begrenzen, hat die Europäische Union beschlossen, die Öffentlichkeit im Rahmen ihres Konzepts zur Katastrophenbewältigung stärker für den Katastrophenschutz zu sensibilisieren.
Mit dieser Initiative will sie insbesondere die Fähigkeit der Bürger stärken, sich im Katastrophenfall richtig zu verhalten. Ein Hilfsmittel ist die einheitliche europäische Notrufnummer 112, von der nach wie vor viel zu wenige Europäer wissen. Sie soll besser bekannt gemacht werden, damit die Bürger in der Lage sind, sich auf Reisen überall in der EU mit den örtlichen Rettungsdiensten in Verbindung zu setzen.
Wichtig ist auch, dass die Menschen im Falle einer Katastrophe rechtzeitig sachdienliche und zuverlässige Informationen erhalten, um die Zahl der Opfer und die materiellen Schäden zu begrenzen. Die Behörden, die Einsatzkräfte und die Öffentlichkeit müssen wissen, welche Maßnahmen während und nach einem Notfall zu ergreifen sind.
Ferner ist es unabdingbar, die Sicherheit der Rettungskräfte sicherzustellen. Bei einer Massenpanik sind sie möglicherweise mit Gewalt und Aggressivität konfrontiert und müssen entsprechend vorbereitet sein. Die Öffentlichkeit sollte dafür sensibilisiert werden, dass sie mit ihrem Verhalten sowohl gegenüber den Rettungskräften als auch den Behörden wesentlich dazu beitragen kann, die Folgen einer Katastrophe so gering wie möglich zu halten.
Mitarbeiter der diplomatischen Vertretungen und Botschaften spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, dass EU-Bürgern in Drittländern geholfen wird. Sie sollten besser geschult werden, damit sie wissen, was im Notfall zu tun ist. Die nationalen Katastrophenschutz-Websites sollten mit der einschlägigen EU-Website verknüpft werden; zudem sollten bewährte Praktiken ausgetauscht werden.
Weitere Informationen:
Europäische Notrufnummer 112
Schlussfolgerungen des Rates(pdf)