Kinderschutz in der digitalen Welt
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30.11.2011
Auf ihrer Tagung vom 29. November haben die für audiovisuelle Medien zuständigen Minister Schlussfolgerungen angenommen, die darauf abzielen, die Sicherheit Minderjähriger im Hinblick auf ihre digitalen Erfahrungen zu verbessern. Die verschiedenen Akteure wurden aufgerufen, mit Maßnahmen, die von Sensibilisierungskampagnen bis hin zur Unterstützung der Strafverfolgungsbehörden reichen, zu diesem Ziel beizutragen.
Kinder machen ihre ersten Online-Erfahrungen heutzutage mit durchschnittlich 7 Jahren. Mit 14 Jahren verfügen drei von vier Kindern über ein Profil bei einem der sogenannten sozialen Netze. Mit der Feststellung, dass "ein sicheres Medienumfeld für Minderjährige, das sich auf die Grundsätze menschliche Würde, Sicherheit und Achtung des Privatlebens stützen sollte, unerlässlich ist", wird in den Schlussfolgerungen des Rates betont, dass sowohl Kinder als auch Eltern und Lehrer über die Möglichkeiten aufgeklärt werden müssen, Risiken so gering wie möglich zu halten und auftretende Probleme zu bewältigen.
Die Minister ersuchten ferner die audiovisuelle Industrie, bei der Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen dem Erfordernis des Schutzes von Minderjährigen Rechnung zu tragen; dazu gehören u. a. die Entwicklung von technischen Lösungen – beispielsweise speziellen Suchmaschinen und Tools für die elterliche Kontrolle – und die Verwendung standardmäßig sicherer Datenschutzeinstellungen für Kinder bei der Anmeldung in einem sozialen Netz.
Darüber hinaus forderte der Rat dazu auf, bei der Bekämpfung illegaler und schädlicher Online-Inhalte auch mit Drittländern verstärkt zusammenzuarbeiten und die Einrichtung von Hotlines für die Meldung derartiger Inhalte bis 2013 fortzusetzen.
Weitere Informationen:
Schlussfolgerungen des Rates zum Schutz der Kinder in der digitalen Welt (pdf)
Mitteilung an die Presse
Webcast der Pressekonferenz