Projekt Europa 2030


Herman Van Rompuy mit dem Vorsitzenden
der Reflexionsgruppe
zur Zukunft Europas, Felipe González.
© Europäische Union, 2010

In einer feierlichen Zeremonie anlässlich des Tags der offenen Tür, der am 8. Mai am Sitz des Rates stattfand, überreichte der Vorsitzende der Reflexionsgruppe zur Zukunft Europas, Felipe González, dem Präsidenten des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy, den von der Reflexionsgruppe erarbeiteten Bericht "Projekt Europa 2030 – Herausforderungen und Chancen".

Die unabhängige Reflexionsgruppe unter Vorsitz von Felipe González war vom Europäischen Rat eingesetzt worden, um die Herausforderungen, die sich für Europa im Zeithorizont bis 2030 stellen werden, zu ermitteln und zu analysieren und entsprechende Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Ihr gehören 12 Mitglieder an, die über herausragende Fachkompetenz in ihren jeweiligen Tätigkeits­bereichen verfügen. Im Zuge ihrer Arbeiten holten die Mitglieder auch die Meinung von Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft ein.

In dem Bericht an den Europäischen Rat wird ein breites Spektrum von Problemen behandelt, denen die EU und ihre Mitgliedstaaten gegenüberstehen, darunter die Weltwirtschaftskrise und die Bankenrettung durch Staatshilfen, der Klimawandel und die Energieversorgung sowie die Bedrohung durch Terroris­mus und organisierte Kriminalität.

Die Reflexionsgruppe ist überzeugt, dass die EU die Schwierigkeiten überwinden kann, wenn alle – die Politiker und die Bürger – entschlossen an einem Strang ziehen und dieses ehrgeizige politische Projekt energisch in die Hand nehmen. Es ist daher unbedingt notwendig, dass die Bürger der Union den Rücken stärken und an deren künftigen Entwicklung mitwirken.

Herman Van Rompuy dankte Felipe González für die geleistete Arbeit, deren Bedeutung er mit folgenden Worten würdigte: "Manchmal müssen wir einen Schritt beiseite gehen und uns Abstand verschaffen. Wir müssen Abstand von der heutigen Krise gewinnen, damit wir wieder klar sehen können. Und genau das haben Sie in diesem Bericht getan, indem Sie die langfristige Perspektive gewählt haben. Sie schauen in die Zukunft bis zum Jahr 2030. Ich hätte dann das recht beachtliche Alter von 83 Jahren erreicht und könnte mir Ihren Bericht erneut vornehmen und überprüfen, ob er recht behalten hat. Es ist an der Zeit, dass die Europäische Union ihre Fähigkeit zur Weitsicht weiterentwickelt. Sie haben all die ungeheuren Herausforderungen, all die großartigen Chancen für Europa aufgezeigt und uns damit die Schlüssel für die Zukunft übergeben."

Weitere Informationen:

Projekt Europa 2030

Reflexionsgruppe zur Zukunft Europas – Hintergrund

Website der Reflexionsgruppe(en)

Webcast der Zeremonie

Webcast der Pressekonferenz mit Felipe González



18.06.2010