Prioritäten des Vorsitzes im Bereich Landwirtschaft und Fischerei
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Eskil Erlandsson, schwedischer Minister für Landwirtschaft
Photo: Anna Molander
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Am 13. Juli 2009 führte der Rat (Landwirtschaft und Fischerei) eine öffentliche Aussprache über das Arbeitsprogramm des schwedischen Vorsitzes für die nächsten sechs Monate. Dessen Hauptprioritäten sind die nachhaltige Fischerei, die weltweiten Herausforderungen im Bereich der Ernährungssicherheit und des Klimawandels sowie die gute Tierhaltungspraxis.
In der Fischereipolitik der EU möchte der Vorsitz die langfristige Nachhaltigkeit weiter verbessern. Ferner sollen die laufenden Verhandlungen über einen neuen Vorschlag für effizientere Fischereikontrollen im Herbst abgeschlossen werden. Die Minister werden ihre Beratungen über die tiefgreifende Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik fortsetzen, die 2013 in Kraft treten soll.
Die Landwirtschaft sollte einen Beitrag zur Minderung ihrer negativen Auswirkungen auf das Klima leisten, sich gleichzeitig jedoch an die unvermeidlichen Veränderungen anpassen. In den internationalen Foren wird die EU die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in ihren Bemühungen unterstützen, eine weltweite Ernährungssicherheit herzustellen.
Eine weitere Priorität sind sichere Lebensmittel, wobei auch Beschlüsse über neuartige Lebensmittel zu fassen sind. Der schwedische Vorsitz möchte es den Verbrauchern leichter machen, ihre Entscheidungen bewusst und in Kenntnis der Sachlage zu treffen: In diesem Zusammenhang kommt einer neuen EU-Verordnung über Lebensmittelinformation entscheidende Bedeutung zu.
Eine gute Tierhaltungspraxis und das Wohlbefinden von Tieren sind untrennbar miteinander verbunden. Derzeit werden neue Vorschläge für Rechtsvorschriften ausgearbeitet, mit denen das Wohlbefinden von Tieren sowohl im Hinblick auf die Lebensmittelerzeugung als auch die Verwendung der Tiere für wissenschaftliche Zwecke verbessert werden soll. Schließlich sollen die Arbeiten im Rahmen der Tiergesundheitsstrategie, die künftig von großer Bedeutung für die Tierhaltung in der EU sein wird, vorangebracht werden.
Weitere Informationen:
Pressemitteilung des Rates (pdf)
Webcast der Pressekonferenz des Rates
Öffentliche Aussprache des Rates