Vorbereitungen für die Zukunft der europäischen Landwirtschaft
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Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) steuert auf eine weitere Reform zu. Schon seit geraumer Zeit werden Beratungen darüber geführt, wie die GAP nach 2013 aussehen sollte. Am 22. Februar hat der Rat (Landwirtschaft) das "Markt- und Krisenmanagement" im Rahmen der künftigen GAP erörtert.
Die Minister haben geprüft, wie ein Gleichgewicht zwischen marktorientierter Erzeugung einerseits und der wirtschaftlichen Lebensfähigkeit der Landwirtschaft in der EU andererseits erreicht werden kann. Die jüngste Krise im Milchsektor deutet darauf hin, dass der Markt möglicherweise nicht alle Antworten bereithält und dass die bestehenden Instrumente zur Stabilisierung der Einkommen der Landwirte noch immer vonnöten sind.
Der Rat hat erörtert, wie den Landwirten noch in anderer Weise bei der Bewältigung extremer Marktbedingungen oder Krisensituationen geholfen werden kann. Zur Debatte stehen u.a. die Einführung von Regelungen zur Einkommenssicherung, die Stärkung der Erzeugerorganisationen und die Einrichtung eines Krisenfonds.
Aufgrund der Globalisierung, der größeren Marktöffnung und der Auswirkungen des Klimawandels sehen sich die europäischen Landwirte zunehmend mit Preisschwankungen und Krisensituationen konfrontiert. Die Gemeinsame Agrarpolitik bietet ein "Sicherheitsnetz" aus Markt- und Krisenmanagementinstrumenten (Interventionen, öffentliche Lagerhaltung, Ausfuhrerstattungen), die den Landwirten helfen, auch in schwierigen Zeiten ihre Betriebe weiterzuführen. Gleichzeitig soll mit der GAP die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirte verbessert werden, damit sie die zunehmende Liberalisierung des Agrarhandels leichter bewältigen können. Wird bei der Doha-Runde eine Einigung über die Handelsliberalisierung erzielt, so werden die Ausfuhrerstattungen abgeschafft und die Einfuhrzölle für nicht aus der EU stammende landwirtschaftliche Erzeugnisse gesenkt.
Weitere Informationen:
Pressemitteilung
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