Angesichts der jüngsten Krisen in Japan und Nordafrika haben die Energieminister am 21. März 2011 eine Bilanz der Lage im Energiesektor und der möglichen Auswirkungen auf die Märkte gezogen.
Der ungarische Vorsitz erklärte zum Abschluss des Treffens, dass es vorrangiges Ziel sei, Japan und Libyen humanitäre Hilfe und technische Unterstützung zu leisten.
Obgleich die internationalen Entwicklungen die Weltenergiemärkte und die Energieversorgung der EU beeinträchtigen, konnten die Mitgliedstaaten die schwierige Lage auf den Gas- und Ölmärkten bisher doch bewältigen. Es ist allerdings notwendig, diese Märkte und auch die Preisentwicklungen weiterhin genau zu beobachten.
In Bezug auf die nukleare Sicherheit besteht das Hauptanliegen darin, die Anwendung der höchsten Standards sicherzustellen. Die Mitgliedstaaten sind bereit, eine Überprüfung der Sicherheit aller kerntechnischen Anlagen in Form einer umfassenden Risiko- und Sicherheitsbewertung ("Stresstest") der Reaktoren in der EU einzuleiten. Die Kriterien hierfür sollten anhand der Lehren aus der Situation in Japan festgelegt werden, so dass diese Tests baldmöglichst durchgeführt werden können.
Es wurden verschiedene Bewertungskriterien erörtert, darunter Erdbeben- und Überschwemmungsgefahr, technische Auslegung und Funktionsweise der Ersatzsysteme, Alter der Kraftwerke, Reaktortyp, Notfallmaßnahmen und Widerstandsfähigkeit gegenüber Flugzeugabstürzen und terroristischen Anschlägen.
Es wurde zudem hervorgehoben, dass die Nachbarstaaten der EU in ähnliche Stresstests einbezogen werden müssen.
Weitere Informationen:
Webcast der Pressekonferenz