Am 2. Juli haben die Finanzminister der Staaten des Euro-Währungsgebiets einen Kredit für Griechenland in Höhe von 8,7 Mrd. EUR gebilligt, um dem Land bei der Deckung seines unmittelbaren Finanzierungsbedarfs zu helfen. Die Geldmittel werden spätestens am 15. Juli ausgezahlt, sobald das Exekutivdirektorium des IWF der Freigabe von 3,3 Mrd. EUR zugestimmt hat; damit beläuft sich der Gesamtbetrag dieser fünften Kredittranche auf 12 Mrd. EUR.
Dieser Beschluss der Euro-Gruppe kam zustande, nachdem das griechische Parlament am 29. Juni wichtige Gesetze über die Haushaltspolitik und über Privatisierungen sowie am 30. Juni über die hierfür erforderlichen Durchführungsmaßnahmen angenommen hatte.
Die Minister sprachen der griechischen Regierung ihre Anerkennung dafür aus, dass sie entschlossen für die Einhaltung des vereinbarten haushaltspolitischen Anpassungspfads und der Agenda für strukturpolitische Reformen eintritt, damit die langfristige Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen wiederhergestellt und die Finanzstabilität gewährleistet werden kann.
Es sind Konsultationen mit den Gläubigern Griechenlands im Gange, um die Modalitäten für eine freiwillige Beteiligung des privaten Sektors auszuarbeiten. Diese Modalitäten werden - zusammen mit zusätzlichen Finanzmitteln aus staatlichen Quellen - in den kommenden Wochen festgelegt.
Die nächste Sitzung der Euro-Gruppe ist für den 11. Juli anberaumt; hieran wird sich am 12. Juli eine Tagung aller Finanzminister der EU anschließen.
Weitere Informationen:
Erklärung der Euro-Gruppe
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