Glücksspiel und Wetten sind Aktivitäten, die in allen Mitgliedstaaten reguliert sind, jedoch in sehr unterschiedlichem Maße. Der Rat (Wettbewerbsfähigkeit) hat auf seiner Tagung vom 10. Dezember gemeinsame Fragestellungen und Probleme benannt und Schlussfolgerungen angenommen, die erste Anstöße zu einer Strukturierung der politischen Debatte über einen geeigneten Rahmen für die Branche geben sollen.
Die Vorschriften der Mitgliedstaaten für diesen Sektor beruhen auf wirtschaftlichen, ethischen, sozialen und kulturellen Erwägungen. Glückspiel und Wetten sind ein Wirtschaftszweig von erheblicher Bedeutung, der nicht nur - über Steuern - zu den staatlichen Einnahmen beiträgt, sondern - über Lotterien - auch beachtliche Mittel für Projekte von allgemeinem Interesse wie Sportvereinigungen und Sportveranstaltungen, Wohltätigkeitszwecke und soziale und kulturelle Tätigkeiten erbringt. Weitere Erwägungen betreffen gemeinsame Probleme, insbesondere die Bekämpfung von Geldwäsche, Spielabsprachen, organisierter Kriminalität und Betrug, die alle öffentlichen Stellen vor die gleichen Herausforderungen stellen.
In erster Linie geht es darum, ein Gleichgewicht zwischen den Interessen der Branche und den sozialen und rechtlichen Gesichtspunkten herzustellen. In den Schlussfolgerungen werden die Mitgliedstaaten aufgefordert, enger zusammenzuarbeiten, um die Verbraucher zu schützen, Erfahrungen und bewährte Vorgehensweisen auszutauschen und Anbieter von Glücksspielen zu ermitteln, um illegales Glücksspiel zu verhindern. Es wird außerdem darauf hingewiesen, dass die Regulierungsstellen Glücksspiele wirksamer überwachen müssen. Online-Glücksspiele stellen aufgrund ihres grenzüberschreitenden Charakters ein besonderes Problem dar.
Weitere Informationen:
Pressemitteilung
Schlussfolgerungen des Rates
Webcast der Pressekonferenz