Minister empfehlen, Serbien Kandidatenstatus zu verleihen
Belgrad, die Hauptstadt Serbiens
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28.02.2012
Auf seiner Tagung vom 28. Februar hat der Rat (Allgemeine Angelegenheiten) der Empfehlung zugestimmt, Serbien den Status eines Beitrittskandidaten zu verleihen. Der Beschluss wurde gefasst, nachdem der Rat geprüft und bestätigt hatte, dass die Republik Serbien die vom Europäischen Rat im Dezember 2011 festgelegten Bedingungen nunmehr erfüllt. Daher sehen die Minister der Bestätigung dieses Beschlusses durch den Europäischen Rat auf seiner Tagung im März erwartungsvoll entgegen.
Nach Aussage des dänischen Ministers für europäische Angelegenheiten, Nicolai Wammen, ist Serbien nun auf dem Weg, in die europäische Familie zurückzukehren.
Serbien hat am 22. Dezember 2009 seine Bewerbung für die EU-Mitgliedschaft eingereicht. Bereits zuvor war das Land nach den Beschlüssen des Gipfels von Thessaloniki von 2003 ein potenzieller Beitrittskandidat. Dies wurde später mehrfach von der EU bestätigt.
Schon jetzt unterhält Serbien enge Verbindungen zur EU. Die Union ist der wichtigste Handelspartner des Landes, und mit der am 19. Dezember 2009 in Kraft getretenen Visaliberalisierung für serbische Bürger, die in den Schengen-Raum einreisen, ist es leichter geworden, über die Grenzen hinweg Kontakte zu knüpfen.
Am 29. April 2008 wurde ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA) mit Serbien unterzeichnet, nachdem der Rat etwa zwei Monate zuvor eine aktualisierte Fassung der "Europäischen Partnerschaft" für Serbien angenommen und damit die Prioritäten für die europäische Perspektive des Landes festgelegt hatte.
Weitere Informationen:
Pressemitteilung
Schlussfolgerungen des Rates (pdf)
Pressekonferenz (Video)
Die Beziehungen zwischen der EU und Serbien in Bildern (Videos)