Wissen – zentraler Faktor für den Wirtschaftsaufschwung


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Die Schlüsselrolle der allgemeinen und der beruflichen Bildung für die Erholung der europäischen Wirtschaft war Hauptthema der Tagung der Bildungsminister vom 15. Februar 2010. Die Minister erörterten die Bedeutung des Lernens im Zusammenhang mit dem Vorschlag für die neue EU-Strategie bis 2020, die auf dem Frühjahrsgipfel im März 2010 angenommen werden soll.

Die Minister bekräftigten, dass die Zukunft der EU in einer wissensbasierten Wirtschaft liegt, in der Bildung, Forschung und Innovation die wichtigsten Quellen für Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit sind. Sie waren sich darin einig, dass lebenslanges Lernen in offeneren Bildungssystemen ausschlaggebend dafür ist, dass den Bedürfnissen sowohl der Bürger als auch des Arbeitsmarkts und der Gesellschaft entsprochen werden kann.

Die Bildung muss auf allen Ebenen – von der Vorschule bis zur Hochschule – verbessert werden. Sie muss allen jungen Menschen, auch Benachteiligten und Lernenden außerhalb der klassischen Zielgruppen, das Rüstzeug für ihren weiteren Lernweg und für das Berufsleben vermitteln. Obwohl generell eine Verbesserung der Leistungen der Bildungs‑ und Berufsbildungssysteme in der EU zu verzeichnen ist, ist die Lese- und Schreibkompetenz rückläufig. Auf dieses Problem muss dringend reagiert werden.

Partnerschaften mit der Wirtschaft müssen auf allen Ebenen der allgemeinen Bildung gefördert werden, damit die für neue Beschäftigungen benötigten neuen Kompetenzen vermittelt werden. Die berufliche Bildung muss modernisiert werden, um Diskrepanzen zwischen den vermittelten Kompetenzen und den beruflichen Anforderungen zu beheben.

Die Qualität des Unterrichts hängt von der Qualität der Ausbildung des Lehrpersonals ab. Allen Lehrkräften müssen gezielte Maßnahmen angeboten werden, mit denen sie neue Kompetenzen erwerben können, beispielsweise in Bezug auf sonderpädagogische Förderung und Qualifikationen auf dem Gebiet der Informations‑ und Kommunikationstechnologien.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung des Rates

Gemeinsamer Fortschrittsbericht

Diskussionspapier

Webcast der öffentlichen Aussprache

Webcast der Pressekonferenz

17.02.2010