Steigerung der Energieeffizienz in der EU


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Energieeffizienz ist eines der kostenwirksamsten Mittel zur Sicherung der Energieversorgung und zugleich ein wichtiges Instrument zur Bekämpfung des Klimawandels. Daher hat der Rat (Energie) am 10. Juni 2011 zu Maßnahmen aufgerufen, um das Potenzial größerer Energie­einsparungen bei Gebäuden, im Verkehr und bei Produkten zu nutzen.

Die öffentlichen Stellen sollten bei der Steigerung der Energieeffizienz eine Vorreiterrolle über­nehmen. Die Mitgliedstaaten werden ersucht, beim Erwerb von Waren (z.B. Informations- und Kommunikationsausrüstung) hohe Energieeffizienzstandards anzuwenden. Nach Möglichkeit sollte dies auch für Dienstleistungen gelten, beispielsweise im Zusammenhang mit der Sanierung, dem Betrieb und der Instandhaltung von Gebäuden. Öffentliche Stellen werden ermutigt, sich beim Erwerb neuer Gebäude für solche zu entscheiden, die dem Standard von Niedrigstenergiegebäuden entsprechen. Die Fahrzeugflotte ihrer öffentlichen Verkehrsmittel könnte Elektro- und Hybrid­fahrzeuge umfassen.

Den Verbrauchern sind klare, objektive und transparente Informationen über die Energieeffizienz von Produkten an die Hand zu geben, auch über das Ökodesign und die Kennzeichnung. Zudem könnte durch Kampagnen das Bewusstsein der Verbraucher dafür geschärft werden, wie hoch der Energieverbrauch von Produkten über deren gesamte Lebensdauer ist.

Eine Steigerung der Energieeffizienz in der EU wird mehrere Vorteile mit sich bringen: Sie wird die Umwelt durch Energieeinsparungen schützen und dazu beitragen, das für 2020 vorgegebene Ziel einer Reduzierung der Treibhausgase um 20 % zu erreichen; sie wird ferner den Verbrauchern zugutekommen, indem sie ihnen hilft, Geld zu sparen, und sie wird durch eine wettbewerbsfähige CO2-arme Wirtschaft Arbeitsplätze schaffen.

Schätzungen der Kommission zufolge wird die EU das für 2020 angestrebte Energieeinsparungsziel von 20 % nicht erreichen, wenn wir wie bisher weitermachen. Der Übergang zu einem ressourcen­effizienten Energieverbrauch ist daher unerlässlich.

Weitere Informationen:
Schlussfolgerungen des Rates (pdf)
Webcast der Pressekonferenz


15.06.2011