Wie kann der Milchmarkt stabilisiert werden?


© Fotolia

Am 7. September haben die EU-Agrarminister über verschiedene Möglichkeiten zur Unter­stützung der Milchbauern und zur Stabilisierung des Marktes beraten. Es herrschte Einigkeit darüber, dass wirksame Schritte nötig sind, damit sich die schwierige Lage entspannt. Gleich­zeitig soll, wie schon früher beschlossen, die Milchquotenregelung kontrolliert auslaufen.

Verschiedene Maßnahmen sind bereits ergriffen worden, um dem Einkommensverlust entgegenzu­wirken, der den Landwirten durch die drastisch eingebrochene Nachfrage entstanden ist. Beispiels­weise können die Mitgliedstaaten die Direktzahlungen an die Milcherzeuger vorziehen und damit nicht erst am 1. Dezember, sondern schon am 16. Oktober beginnen. Im Zuge von Interventionskäu­fen erwirbt und lagert die Europäische Union Butter und Magermilchpulver. Außerdem wurde für die meisten Milcherzeugnisse die Ausfuhrerstattung wiedereingeführt.

Darüber hinaus sieht die EU-Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums verschiedene Unterstüt­zungsmöglichkeiten für Milchbauern vor,. darunter die Förderung umweltfreundlicherer Methoden und eines besseren Tierschutzes.

Es besteht breites Einvernehmen darüber, dass der Markt transparenter werden muss und dass gegen wettbewerbswidrige Praktiken in der Nahrungsmittelkette vorzugehen ist. Außerdem wurde vorge­schlagen, ein europaweites System zur Überwachung der Nahrungsmittelpreise einzuführen. Dies würde Verbrauchern, Behörden und Marktteilnehmern bessere Preis- und Qualitätsinformationen liefern.

Bei ihrer Aussprache stützten sich die Minister auf einen Bericht der Europäischen Kommission zur Lage auf dem Milchmarkt im Jahr 2009 sowie auf Empfehlungen der Hochrangigen Gruppe für die Wettbewerbsfähigkeit der Lebensmittelindustrie.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung des Rates (PDF)

Webcast der Pressekonferenz des Rates

Website der Kommission: Milch und Milcherzeugnisse

Hochrangige Gruppe für die Wettbewerbsfähigkeit der Lebensmittelindustrie


10.09.2009