Hilfe für Bedürftige wird fortgesetzt


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16.12.2011

Am 15. Dezember haben sich die Landwirtschaftsminister darauf geeinigt, das Programm für die Abgabe von Nahrungsmitteln an Bedürftige in der Europäischen Union zu verlängern und haben damit die weitere Finanzierung des Programms in den nächsten zwei Jahren sichergestellt.

Die EU kann ihre Nahrungsmittelhilfe für Menschen in Not somit in den Jahren 2012 und 2013 fortsetzen; sie wird Wohltätigkeitsorganisationen und lokalen sozialen Diensten Nahrungsmittel im Wert von jährlich 480 Mio. EUR zur Verteilung zur Verfügung stellen.

Mit dem überarbeiteten Programm wird das Spektrum der bereitgestellten Erzeugnisse erweitert: Käufe am Markt werden eine regelmäßige Lieferquelle für das Programm bilden und die Interventionsbestände ergänzen, aus denen sich das Programm bisher im Wesentlichen speiste. Es wird vollständig von der EU finanziert.

Aufgrund eines Gerichtsurteils vom April waren die Bestimmungen für nichtig erklärt worden, nach denen für das Jahresprogramm von 2009 Käufe am Markt erlaubt waren. Diese Käufe machten 90 % der für das Programm 2009 bewilligten Mittel aus. Aufgrund der vom Rat erzielten Einigung kann die Europäische Union das Nahrungsmittelhilfeprogramm nun bis 2014 weiter finanzieren, sobald die entsprechende Verordnung Anfang nächsten Jahres vom Europäischen Parlament und vom Rat angenommen wird.

Ohne die vom Rat erzielte Einigung hätten für das Programm für 2012 nur die vorhandenen Interventionsbestände (etwas mehr als 162.000 t Getreide und weniger als 54.000 t Magermilchpulver) zur Verfügung gestanden, so dass die Mitgliedstaaten weniger als ein Viertel dessen erhalten hätten, was sie früher bekommen haben.

Aufgrund der steigenden Lebensmittelpreise und der wirtschaftlichen Lage sind immer mehr Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Derzeit kommt das Programm über 18 Mio. EU-Bürgern zugute. Schätzungsweise 43 Mio. Menschen in der EU sind von Ernährungsarmut bedroht, was bedeutet, dass sie sich jeden zweiten Tag keine angemessene Mahlzeit leisten können.

Weitere Informationen:
Mitteilung an die Presse
Mögliche Änderungen bei der Finanzierung der Nahrungsmittelhilfe (20.9.11)