Grippe-Pandemie: Schutz der Bürger


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Am 12. Oktober hat der Rat der Gesundheitsminister eine Strategie für ein koordiniertes Vorgehen der EU gegen die H1N1-Pandemie vereinbart. Kernpunkte sind die Verfügbarkeit von Impfstoffen, die weltweite Zusammenarbeit und die Aufrechterhaltung wesentlicher Dienste.

Die Minister haben beschlossen, dass Mitgliedstaaten, die noch keine Vereinbarung über die Impfstoffbeschaffung getroffen haben, gemeinsame Ausschreibungen erwägen sollten. Diejenigen Mitgliedstaaten, die bereits entsprechende Verträge unterzeichnet haben, könnten die Bereitstellung von Impfstoffen für andere Länder in Betracht ziehen. Die Europäische Union hat sich erneut bereit erklärt, eine umfassendere weltweite Zusammenarbeit unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen zu unterstützen.

Um eine Unterbrechung der Transporte (von Lebensmitteln, Arzneimitteln, Kraftstoff usw.), der Kommunikationswege und der Energieversorgung durch die Pandemie zu vermeiden, haben die Minister beschlossen, sich bereichsübergreifend enger abzustimmen.

Auf Expertenempfehlung hat der Rat drei Zielgruppen bestimmt, die vorrangig geimpft werden sollten: chronisch Kranke, Schwangere und Beschäftigte des Gesundheitswesens. Je nach Ent­wicklung der Pandemie und der jeweiligen Lage in den Mitgliedstaaten könnten allerdings länder­spezifische Maßnahmen notwendig sein. Seit einigen Tagen sind in Europa Impfstoffe zum Schutz vor der neuen Pandemie zugelassen. Da anfangs nicht genügend Impfstoffe zur Verfügung stehen, müssen die Mitgliedstaaten Prioritäten setzen.

Die Minister haben bekräftigt, dass sie an den bestehenden strengen Regelungsverfahren festhalten, die gewährleisten, dass in der gesamten EU wirksame, sichere und hochwertige Impfstoffe zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen:

Schlussfolgerungen des Rates(pdf)

Webcast der Pressekonferenz des Rates

26.10.2009