Europeana auf dem Weg in die Zukunft


Wolfram von Eschenbach: Willehalm
(Fragment) Cgm 193,III.
© Bayerische Staatsbibliothek, München.
Gefunden über Europeana.

Europeana - Europas Online-Bibliothek, -Museum und -Archiv - soll Europas kulturelles und wissenschaftliches Erbe für alle zugänglich machen. Der Rat hat am 10. Mai Schlussfolge­rungen angenommen, in denen er sich mit der Weiterentwicklung dieses Internet-Portals befasst.

Das Europeana-Portal erlaubt gegenwärtig den Zugriff auf über 7 Millionen digitale Objekte, zu denen Bücher und Gemälde ebenso zählen wie Filme, Zeitungen, Fotografien und Landkarten. Bis Ende 2010 sollen 10 Millionen Objekte online zugänglich sein. Europeana ist ein zentrales mehr­sprachiges Internet-Portal, das bei der niederländischen Nationalbibliothek angesiedelt ist. Der Prototyp wurde im November 2008 freigeschaltet, und in diesem Jahr soll eine erste voll ausgereifte Version online verfügbar sein. Die Minister haben in ihren Schlussfolgerungen deutlich gemacht, dass der Webauftritt von Europeana weiter verbessert werden sollte, indem die Objekte noch ansprechender präsentiert und die Suchfunktionen verfeinert werden und darüber hinaus eine voll­ständig mehrsprachige Benutzeroberfläche geschaffen wird.

Die Inhalte von Europeana werden von über 1000 kulturellen Einrichtungen aus der gesamten EU bereitgestellt, allerdings herrscht unter den Beiträgen nach wie vor wenig Ausgewogenheit. In den Schlussfolgerungen des Rates heißt es, dass es erforderlich sei, die Anzahl der Objekte, die über das Europeana-Portal unter vollständiger Wahrung der Urheberrechte zugänglich sind, zu erhöhen. Gleichzeitig sei eine breitere geografische Streuung und ein besseres Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Arten der Inhalte notwendig.

Bis Mitte 2011 wird Europeana von der Kommission, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Spanien, Italien, Finnland, Irland, Litauen und Ungarn gemeinsam finanziert. Die Kommission wird gebeten, einen Vorschlag für eine langfristig tragfähige Finanzierung von Europeana zu unter­breiten und gleichzeitig darzulegen, wie das Portal aus ihrer Sicht als ein Referenzinstrument für die europäische Kultur fest im Internet etabliert werden kann.

Weitere Informationen:

Schlussfolgerungen des Rates

Webcast der Pressekonferenz

Europeana



18.05.2010