Europeana ist wieder online
Europeana, die Online-Bibliothek der EU, war ihrem eigenen Erfolg zum Opfer gefallen und bereits kurz nach ihrem Start im November 2008 zusammengebrochen. Sie konnte der Nachfrage - rund 10 Millionen Besuche pro Stunde - nicht standhalten. Nach dem Neustart mit einer vervierfachten Serverkapazität zieht der Prototyp der europäischen digitalen Bibliothek nun wieder Kulturliebhaber aus aller Welt an.
Unter Europeana.eu können Sie die berühmtesten Gemälde betrachten, in Büchern stöbern und sogar urheberrechtsfreie Filme herunterladen. Zudem ist dieser Service kostenfrei.
In dieser Anlaufphase ermöglicht das Portal Europeana bereits den Zugang zu mehr als zwei Millionen Objekten aus zahlreichen Museen, Bibliotheken und audiovisuellen Sammlungen der Mitgliedstaaten. Die bei der niederländischen Nationalbibliothek angesiedelte Website bietet einen einheitlichen, mehrsprachigen Zugang, über den die Internet-Nutzer auf digitale Bestände zugreifen können, die an verschiedenen Orten in ganz Europa aufbewahrt werden. Bis 2010 soll die Website ihre volle Einsatzfähigkeit erreichen und dann über sechs Millionen Werke anbieten.
Ergänzend zu dem kommerziellen Angebot, wie es beispielsweise die Google-Buchsuche bereitstellt, bietet die Europeana-Website eine außerordentlich umfangreiche Sammlung, die der Öffentlichkeit in jeder europäischen Sprache ein ganzes Spektrum von kulturellen Objekten zur Verfügung stellt.
Wie die Minister für Kultur in den Schlussfolgerungen des Rates vom November 2008 erklärt haben, bietet Europeana eine optimale Gelegenheit, das Kulturerbe der Mitgliedstaaten zur Geltung zu bringen und alle Bevölkerungsgruppen daran teilhaben zu lassen.
In Kürze:
Tagung des Rates "Wirtschaft und Finanzen", 10. Februar 2009