Erasmus für alle – eine Investition in Europas Jugend


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11.05.2012

"Erasmus für alle" soll das neue, umfassende EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport werden, das ab 2014 an die Stelle der laufenden Programme treten wird. Am 11. Mai 2012 haben die Bildungsminister dem entsprechenden Vorschlag – mit Ausnahme der noch gesondert zu behandelnden Finanzierungsfragen – zugestimmt.

Mit demselben Ziel wie zuvor, nämlich die Qualifikationen, die persönliche Entfaltung und die Beschäftigungsaussichten der Menschen zu verbessern, wird "Erasmus für alle" das Aktionsprogramm im Bereich des lebenslangen Lernens, das Programm "Jugend in Aktion" und fünf internationale Programme (z.B. Erasmus Mundus) in einem einzigen Programm zusammenfassen.  Zum ersten Mal wird auch der Sport als neuer Zuständigkeitsbereich der EU aufgrund des Vertrags von Lissabon erfasst.

Der Vorschlag weist einige Neuerungen auf, wobei die wichtigste Innovation im Übergang von einem sektorenweisen Ansatz (wie Hochschul- oder berufliche Bildung) zu einem horizontalen Ansatz bestehen dürfte, der auf drei großen Aktionstypen beruht: Lernmobilität, Zusammenarbeit zur Förderung von Innovation und bewährten Verfahren sowie Unterstützung politischer Reformen. 

Außerdem soll "Erasmus für alle" einen wichtigen Beitrag zu der EU-Strategie "Europa 2020", dem strategischen Rahmen für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung  ("ET 2020"), dem erneuerten Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa, der nachhaltigen Entwicklung von Drittländern im Bereich der Hochschulbildung und zur Entwicklung der europäischen Dimension im Sport leisten.

Die Kommission hat zwar eine erhebliche Erhöhung der Programmmittel vorgeschlagen, doch werden die tatsächlich zugewiesenen Beträge erst nach einer Einigung über den mehrjährigen Finanzrahmen 2014-2020 feststehen, die langfristige Haushaltsplanung der EU, über die der Rat derzeit berät.

Die endgültige Entscheidung über das Programm wird vom Rat und vom Europäischen Parlament gemeinsam getroffen. 

Weitere Informationen:
Aussprache im Rat (Video in allen Sprachen)
Pressekonferenz (Video)
Erasmus für alle (Webseiten der Kommission )