Atemwegserkrankungen: Kinder sollen besser geschützt werden


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02.12.2011

Asthma, Heuschnupfen und andere chronische Atemwegserkrankungen stellen die häufigsten nicht übertragbaren Krankheiten bei Kindern dar und haben in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen. Deshalb hat der polnische Vorsitz die Prävention, Frühdiagnose und Behandlung dieser Krankheiten zur vorrangigen gesundheitspolitischen Aufgabe erhoben.

In seinen Schlussfolgerungen appelliert der Rat an die Mitgliedstaaten, die Hauptrisikofaktoren, die eine chronische Atemwegserkrankung auslösen können, nämlich Tabakrauch, schlechte Raumluft und Luftverschmutzung, zu bekämpfen.

Die Prävention sollte bereits vor der Geburt beginnen. So sollten beispielsweise verstärkt Entwöhnungsprogramme für schwangere Raucherinnen angeboten werden. Überdies sollten werdende Mütter und Kinder insbesondere zu Hause und in geschlossenen Räumen vor Tabakrauch geschützt werden.

Information und Aufklärung spielen bei der Prävention und Behandlung dieser Krankheiten eine entscheidende Rolle und sollten verbessert werden. In dieser Hinsicht misst der Rat der Gesundheitserziehung von Kindern, Eltern und Lehrern sowie der Aus- und Fortbildung von Angehörigen der Gesundheitsberufe große Bedeutung bei.

Ferner ruft er zur Zusammenarbeit und zum Austausch bewährter Praktiken auf und ersucht die Kommission, die Mitgliedstaaten bei der Durchführung ihrer Maßnahmen und beim Ausbau der bestehenden Netze, insbesondere der internationalen Forschungsnetze, zu unterstützen.

Die Schlussfolgerungen stützen sich u. a. auf die Ergebnisse der Expertenkonferenz zum Thema "Prävention und Bekämpfung von Asthma und Allergien bei Kindern in der EU", die im September in Polen stattgefunden hat.

 

Weitere Informationen:
Pressemitteilung
Schlussfolgerungen des Rates
Webcast der Pressekonferenz
Website der WHO zu chronischen Atemwegserkrankungen (en, fr, es, ru)