Die Bildungsminister haben auf ihrer Tagung vom 14. Februar 2011 Schlussfolgerungen angenommen, in denen aufgezeigt wird, wie die allgemeine und die berufliche Bildung dazu beitragen können, dass die Wirtschaft Europas wettbewerbsfähiger und innovativer wird.
Die Schlussfolgerungen beziehen sich in erster Linie auf zwei Kernziele:
- die Senkung des Anteils der Schulabbrecher auf unter 10 % und
- die Erhöhung des Anteils der 30-34jährigen mit einem tertiären Bildungsabschluss auf mindestens 40 %.
Zur Verringerung der Schulabbrecherquote sind verschiedene Maßnahmen in Erwägung zu ziehen, beispielsweise eine "zweite Bildungschance", mehr innovative Unterrichtsmethoden und eine auf den Einzelnen abgestimmte Unterstützung, insbesondere für benachteiligte Gruppen wie Migranten und Roma.
Zur Steigerung der Zahl der Hochschulabsolventen sind verbesserte Bildungssysteme, aktualisierte Lehrpläne und eine bessere Verwaltung erforderlich. Den Hochschuleinrichtungen sollte außerdem nahegelegt werden, Partnerschaften mit der Wirtschaft und der Forschung einzugehen und sich für Lernende, die nicht zur klassischen Zielgruppe gehören, zu öffnen.
Die EU steht im Bildungsbereich noch vor erheblichen Herausforderungen. Ein Viertel aller Schüler in der Europäischen Union haben Leseschwächen, und einer von sieben jungen Menschen brechen ihre Schulbildung zu früh ab. Weniger als ein Drittel der Menschen im Alter zwischen 25 und 34 Jahren hat einen Hochschulabschluss (USA: 40 %, Japan: über 50 %).
Des Weiteren sind rund 80 Millionen Menschen nur gering oder unzureichend qualifiziert. Dabei wird die Zahl der Arbeitsplätze, für die eine hohe Qualifikation erforderlich ist, in der EU bis zum Jahr 2020 um 16 Millionen zunehmen, während die Zahl der Arbeitsplätze für Geringqualifizierte um 12 Millionen zurückgehen wird. Auch die Tatsache, dass die Menschen jetzt länger arbeiten, hat zur Folge, dass sie zunehmend während des ganzen Lebens neue Qualifikationen erwerben und entwickeln müssen.
Weitere Informationen:
Schlussfolgerungen
Öffentliche Aussprache
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