Hilfe für Alzheimer-Patienten
 |
|
@ Fotolia
|
Geschätzte 8,6 Millionen Menschen in Europa leiden an neurodegenerativen Krankheiten, die meisten davon an der Alzheimer-Krankheit. Angesichts der steigenden Lebenserwartung ist damit zu rechnen, dass die Anzahl der Erkrankten bis 2020 deutlich zunehmen wird. Um Patienten, Familienangehörige und Pfleger sowie die nationalen Gesundheitsfürsorgesysteme zu entlasten, hat der Rat (Wettbewerbsfähigkeit) am 3. Dezember eine Initiative für die gemeinsame Planung bei der Bekämpfung dieser Krankheiten eingeleitet.
Die EU-Mitgliedstaaten haben die Notwendigkeit nationaler Pläne für den Umgang mit Alzheimer und verwandten Krankheiten erkannt. Die Auswirkungen dieser Krankheiten sind jedoch so weitreichend, dass sie nicht von einem Land allein bewältigt werden können.
Dagegen kann ein koordiniertes Vorgehen auf europäischer Ebene in Form einer gemeinsamen Planung der diesbezüglichen Forschungsarbeit dazu beitragen, dass Kompetenzen, Fachwissen und Ressourcen stärker gebündelt werden. Dies wird die Forschung im Bereich der Prävention, Diagnose und Behandlung voranbringen und Patienten und Pflegepersonal sowie die Gesellschaft insgesamt entlasten.
Als ersten Schritt wollen die Mitgliedstaaten ein gemeinsames Konzept für die europäische Forschungszusammenarbeit auf dem Gebiet der neurodegenerativen Krankheiten und einen strategischen Forschungsplan mit mittel bis langfristigen Zielen entwickeln. Die Kommission wird die Umsetzung der Initiative unterstützen.
Die Initiative für die gemeinsame Planung ist ein neues Instrument, mit dem eine bessere Koordinierung der einzelstaatlichen Maßnahmen im Bereich Forschung und Entwicklung erreicht werden soll.
Darüber hinaus begrüßten die Minister, dass sich eine Expertengruppe inzwischen auf weitere Themen für die gemeinsame Planung verständigt hat. Dabei geht es um die großen gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft in folgenden Bereichen:
- Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und Klimawandel
- Gesundheit, Ernährung und Prävention ernährungsbedingter Krankheiten
- kulturelles Erbe, Klimawandel und Sicherheit.
Weitere Informationen:
Pressemitteilung des Rates(pdf)
Webcast der Pressekonferenz des Rates