Salzkonsum mindern!
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Die meisten Europäer nehmen mit ihrer täglichen Nahrung zu viel Salz auf. Am 8. Juni haben die Gesundheitsminister der EU daher Schlussfolgerungen des Rates angenommen, die dazu beitragen sollen, die Gesundheit der Bevölkerung dadurch zu verbessern, dass weniger Salz konsumiert wird.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat festgestellt, dass die meisten Europäer täglich ungefähr 8-11 Gramm Salz zu sich nehmen, was weit über dem empfohlenen Richtwert (4‑5 Gramm für Erwachsene) liegt. Zirka 70-75 % des Salzes wird durch den Konsum verarbeiteter Lebensmittel aufgenommen.
Eine zu salzhaltige Ernährung trägt zu Bluthochdruck bei. Dieser erhöht seinerseits unmittelbar das Risiko eines Herzinfarkts, eines Schlaganfalls oder eines Nierenleidens. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind derzeit die häufigste Todesursache in der EU.
In den Schlussfolgerungen werden die Mitgliedstaaten aufgefordert, ihre Programme zur Beschränkung des Salzkonsums weiter auszubauen. Hierzu können sie beispielsweise öffentliche Informationskampagnen durchführen und der Lebensmittelindustrie nahelegen, den Salzgehalt vermarkteter Lebensmittel und Mahlzeiten so weit wie möglich zu verringern.
Die Europäische Kommission wird aufgefordert, den Bemühungen der Mitgliedstaaten eine ständige Unterstützung zukommen zu lassen. Die Kommission wird gemeinsam mit den Mitgliedstaaten regelmäßig den EU-weit niedrigsten Salzgehalt in verschiedenen Lebensmittelgruppen ermitteln. Über diese vergleichende Bewertung soll herausgefunden werden, wie weit der Salzgehalt von Produkten, die eine wesentliche Salzquelle in der allgemein üblichen Ernährung bilden, gesenkt werden kann.
Weitere Informationen:
Schlussfolgerungen des Rates (pdf)
Webcast der Aussprache des Rates
Webcast der Pressekonferenz