Abgestimmtes Vorgehen gegen die neue Grippe


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Angesichts der raschen Ausbreitung des neuen Grippevirus, die weltweit mit wachsender Sorge beobachtet wird, sind die EU-Gesundheitsminister am 30. April in Luxemburg zu einer außerordentlichen Tagung zusammengekommen, um ihr Vorgehen gegen diesen Virusstamm abzustimmen.

Neue Krankheiten wie die durch das Virus A/H1N1 ausgelöste Humaninfluenza können eine globale Bedrohung darstellen, zumal der internationale Reiseverkehr stetig zunimmt. Was Europa betrifft, das keineswegs vor dem Erreger gefeit ist, so können die einzelstaatlichen Maßnahmen durch eine Koordinierung auf europäischer und globaler Ebene effizienter gestaltet und ergänzt werden.

Die Minister haben die Mitgliedstaaten aufgefordert, alle Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen, die zum Schutz der öffentlichen Gesundheit erforderlich sind. Sie betonten ferner, wie wichtig es ist, im Bereich der Diagnose und Behandlung zusammenzuarbeiten und die Bürger genau und rechtzeitig über die aktuelle Entwicklung zu informieren. Für den Austausch von Informationen über die Entwicklung des neuen Virus sollten die vorhandenen europäischen und internationalen Kanäle genutzt werden. Nicht zuletzt kommt es darauf an, dass die Mitgliedstaaten untereinander und mit der pharmazeutischen Industrie zusammenarbeiten, damit so rasch wie möglich ein Pilotimpfstoff gegen diesen speziellen Virusstamm entwickelt werden kann.

Bei allen Maßnahmen sollten die Ratschläge der Fachorganisationen, wie des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und der Weltgesundheits­organisation (WHO), berücksichtigt werden. Die EU wird die Lage aufmerksam beobachten und im Falle einer Pandemie – zu der es kommen kann, aber nicht unweigerlich kommen muss – einschreiten.

Das Virus, dessen Erbgut eine Kombination von Merkmalen tierischer und menschlicher Erreger enthält, kann von Mensch zu Mensch übertragen werden. Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft ist der Verzehr von Schweinefleisch unbedenklich, sofern es ausreichend gegart ist.

Weitere Informationen:

Schlussfolgerungen des Rates(pdf)

Webcast der Pressekonferenz des Rates
European Commission website - Public Health




11.05.2009