Bekämpfung des Klimawandels
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11.10.2011
Die Umweltminister haben sich am 10. Oktober auf die Position der EU für die wichtigen internationalen Klimaverhandlungen geeinigt, die Ende November in Durban (Südafrika) stattfinden werden.
Die Europäische Union fordert ein einziges rechtsverbindliches Instrument zur Bekämpfung der globalen Erwärmung. Sie ist jedoch bereit, eine Verlängerung der 2012 endenden Geltungsdauer des derzeitigen Kyoto-Protokolls um einen begrenzten Übergangszeitraum zu prüfen.
Im Kyoto-Protokoll von 1997 sind Zielvorgaben für den Kohlenstoffausstoß festgelegt, die nur für die Industrieländer gelten, während die EU ein Ergebnis wünscht, das für alle großen Volkswirtschaften verbindlich ist. Ihres Erachtens ist eine weltweite Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen notwendig, um den schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels vorzubeugen.
Die EU hat bei den internationalen Klimaschutzanstrengungen seit langem eine Spitzenposition eingenommen. Zum Beispiel ist sie derzeit dabei, ihre einseitige Verpflichtung zur Reduzierung ihrer Emissionen um mindestens 20 % der Niveaus von 1990 bis zum Jahr 2020 umzusetzen. Zusätzlich hat sie angeboten, als Teil eines globalen Klimaschutzübereinkommens zu einer Reduzierung um 30 % bis zum Jahr 2020 überzugehen, allerdings unter der Voraussetzung, dass andere Länder sich verpflichten, ihren gebührenden Teil beizutragen.
Die VN-Klimaverhandlungen in Durban – die 17. Konferenz der Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) – werden vom 28. November bis zum 9. Dezember 2011 stattfinden.
Weitere Informationen:
Schlussfolgerungen des Rates (pdf)
Mitteilung an die Presse (pdf)
Webcast der Pressekonferenz
Schlussfolgerungen des Rates zur Klimaschutzfinanzierung (pdf)
Klimaschutzmaßnahmen der EU – Zusammenarbeit mit internationalen Partnern (auf dem Europa-Server)