Sauberes Wasser für alle
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Wasserknappheit und Dürren sind in vielen Teilen Europas zunehmend ein Problem. Der Klimawandel und der steigende Wasserbedarf werden ein Übriges tun, wenn keine geeigneten Gegenmaßnahmen getroffen werden. Der Rat (Umwelt) hat auf seiner Tagung vom 11. Juni alle gefährdeten Mitgliedstaaten dringend aufgefordert, Risikomanagementpläne für Wasserknappheit und Dürre zu erstellen. Er hat dazu aufgerufen, in allen Bereichen effizienter mit Wasser umzugehen. Süßwasser sollte nicht länger als eine Selbstverständlichkeit angesehen werden.
Die Minister haben die Weiterentwicklung der europäischen Dürrebeobachtungsstelle befürwortet, die sich derzeit noch in der Prototyp-Phase befindet. Sie soll zur Aufgabe haben, Dürren vorherzusagen, zu beurteilen und zu überwachen und den Austausch bewährter Verfahren zu fördern.
Ferner haben sie betont, dass durch eine Kombination verschiedener Ansätze mehr Wasser gespart und das Wassernachfragemanagement gefördert werden muss. Dazu gehören der Wasserpreis, intelligentere Bewässerungsmethoden, Wassereffizienz in Gebäuden, Landwirtschaft, Industrie und Tourismus sowie Sensibilisierungskampagnen.
Erweisen sich Vorbeugungsmaßnahmen als unzureichend, so müssen gegebenenfalls zusätzliche Infrastrukturen für die Wasserversorgung geschaffen werden, beispielsweise zur Entsalzung oder zur Regenwassersammlung. Investitionen in die Entwicklung neuer nachhaltiger Technologien für die Versorgung mit sauberem Wasser sollten gefördert werden.
Der Klimawandel dürfte die regionalen Unterschiede noch vergrößern. Häufigere und schwerere Dürren, insbesondere in Südeuropa, sind zu erwarten. In einigen Mitgliedstaaten herrscht bereits ständige Wasserknappheit im gesamten Land. Da viele Flüsse und Seen in der EU sich über Grenzen hinweg erstrecken, müssen die Risiken und Herausforderungen gemeinsam getragen und bewältigt und koordiniert Lösungen gefunden werden.
Weitere Informationen:
Schlussfolgerungen des Rates (pdf)
Webcast der Pressekonferenz
Pressemitteilung über die Tagung des Rates (Umwelt)