Operation Atalanta bis Ende 2012 verlängert


© Europäische Union, 2010

Der Rat (Auswärtige Angelegenheiten) hat am 14. Juni vereinbart, die Operation der EU zur Bekämpfung der Piraterie vor der Küste Somalias (EUNAVFOR Atalanta) bis Dezember 2012 zu verlängern. Die Union verfolgt einen umfassenden Ansatz in Bezug auf Somalia und die Pirateriebekämpfung, der auf der Grundlage der Eigenverantwortung der Region zur Schaffung eines friedlichen und sicheren Umfelds am Horn von Afrika beitragen soll.

Die Aufgabe von Atalanta besteht im Schutz der Schiffe, die humanitäre Hilfsgüter nach Somalia befördern, der Transporte der Mission der Afrikanischen Union in Somalia (AMISOM) und anderer gefährdeter Schiffe, die den Golf von Aden und das Somalibecken durchfahren. Die Seepatrouillen der Operation dienen der Abschreckung und Unterbindung der Piraterie, und auf See angetroffene Piraten werden aufgegriffen.

In den beiden letzten Jahren haben die Piraten das Gebiet, in dem sie ihre Angriffe unternehmen, bis zum mittleren Indischen Ozean ausgedehnt. Als Reaktion hat sich der Rat im Grundsatz ferner darauf geeinigt, das Einsatzgebiet der Operation Atalanta nach Osten und Süden auszuweiten.

Die Grundursachen der Piraterie in Ostafrika sind an Land zu suchen. Im Hinblick auf die Beseitigung dieser Ursachen wird der derzeitige Marineeinsatz mit einer EU‑Ausbildungsmission für Somalia (EUTM Somalia) kombiniert, die zur Stärkung der somalischen Sicherheitskräfte beiträgt. Als größter Geber für Somalia stellt die EU ferner umfangreiche Entwicklungshilfe zugunsten der Bevölkerung des Landes bereit, womit sie beispielsweise die Errichtung demokratischer Institutionen und den Zugang zur Bildung fördert.

Am 14. Juni hat Generalmajor Buster Howes Konteradmiral Peter Hudson als Befehlshaber der Operation Atalanta abgelöst.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung des Rates

EUNAVFOR Somalia

EUTM Somalia




18.06.2010