Mladić-Festnahme: Meilenstein für Serbien und die internationale Justiz

Internationaler Strafgerichtshof für
das ehemalige Jugoslawien in Den Haag
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Die Festnahme des mutmaßlichen serbischen Kriegsverbrechers Ratko Mladić am 26. Mai wurde von der EU nachdrücklich begrüßt. "Dies ist ein Meilenstein für Serbien und für die internationale Justiz", erklärte Präsident Van Rompuy.

Der Präsident des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy, beglückwünschte Präsident Tadić zu dessen persönlicher Führung und Entschlossenheit, denen dieser bedeutende Erfolg zu verdanken ist. Er fügte hinzu: "Diesem unermüdlichen Einsatz, mit dem die europäische Perspektive Serbiens verwirklicht werden soll, bekunde ich erneut meine Unterstützung."

"Dies ist ein äußerst wichtiger Tag für die internationale Justiz und die Rechtsstaatlichkeit", erklärte die Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Catherine Ashton, bei ihrer Ankunft in Belgrad am 26. Mai.

Kommissionspräsident José Manuel Barroso beglückwünschte Präsident Tadić und die serbische Regierung zu der "mutigen Aktion".

Das für die EU-Erweiterung zuständige Kommissionsmitglied Štefan Füle erklärte, dass "ein großes Hindernis auf dem Weg Serbiens in die EU" beseitigt worden ist.

"Dies ist ein bedeutungsvoller Tag für die Familien der Opfer. Seit dem 25. Juli 1995 – dem Tag, seit dem sich Ratko Mladić auf der Flucht befand – haben sie auf diesen Tag gewartet, und für sie ist es etwas ganz Besonderes", bemerkte Valentin Inzko, EU-Sonderbeauftragter in Bosnien und Herzegowina.

Präsident Van Rompuy und die Vertreter der anderen EU‑Organe sind mit ihren Gedanken bei den Opfern der Kriegsverbrechen und bei ihren Familien; sie erwarten die zügige Überstellung Ratko Mladićs an den Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag.

"Ich hoffe, dass diese Nachricht uns auch der Aussöhnung und der regionalen Stabilität einen entscheidenden Schritt näher bringen wird", betonte der Präsident des Europäischen Rates.

Erklärungen:
Präsident Van Rompuy (pdf) (en)
Hohe Vertreterin Catherine Ashton (en)
Präsident Barroso (en)
Kommissionsmitglied Štefan Füle (en)
EU-Sonderbeauftragter in Bosnien und Herzegowina (en)




30.05.2011