Vulkanaschewolke: Lehren für die Zukunft
 |
|
© Fotolia
|
Die EU-Verkehrsminister haben sich auf der Sondertagung des Rates am 4. Mai 2010 in Brüssel einstimmig dafür ausgesprochen, in Zukunft besser koordinierte europäische Lösungen für Ausnahmesituationen, wie sie beispielsweise durch die Vulkanaschekrise und ihre Folgen verursacht wurden, anzubieten.
Die Minister waren sich darin einig, dass bis zu ihrer nächsten Tagung im Juni 2010 eine neue europäische Methode für die Beurteilung des Sicherheitsrisikos und für das Risikomanagement erarbeitet werden muss, damit bei Auftreten von Aschewolken oder anderer potenzieller Bedrohungen eine objektive Grundlage für sachkundige Entscheidungen über Schließungen und Wiedereröffnungen des Luftraumes verfügbar ist. "Für die europäischen Verantwortlichen hat die Sicherheit der Fluggäste immer höchste Priorität.", bestätigte Spaniens Minister für Infrastrukturen und Verkehr und Präsident des Rates (Verkehr), José Blanco López, auf der Pressekonferenz.
Die Kernpunkte des Legislativpakets "Einheitlicher Luftraum", das ursprünglich 2012 in Kraft treten sollte, sollen nun beschleunigt umgesetzt werden. Diese Initiative wird ein einheitliches europäisches Luftverkehrssystem schaffen und den europäischen Luftraum nach Verkehrsflüssen anstatt wie bisher nach Staatsgrenzen ordnen. Der europäische "Netzverwalter", eine einzige Koordinierungsstelle für das Flugverkehrsmanagement im europäischen Luftraum, sollte bis Ende 2010 eingesetzt werden.
Zudem betonten die Minister die Notwendigkeit eines stärker vernetzten europäischen Verkehrssystems. Sie befürworteten den Gedanken an europäische Mobilitätspläne, die bei einer unerwarteten Verkehrskrise ein schnelles Ausweichen auf einen anderen Verkehrsträger ermöglichen.
Weitere Informationen:
Pressemitteilung
Webcast of press conference
The Single European Sky website(Eurocontrol)